
Die Chronik
der Raumausstatter- und Sattler-Innung Berlin
Man kann sagen, seit Beginn der Kulturgeschichte der Menschheit existiert das Handwerk, das durch den Raumausstatter vertreten wird.
In Frankreich entstand der Ursprung des Berufs der „Tapecier" schon vor 1300, während er durch die Hugenottenvertreibung aus Frankreich im 17. Jahrhundert
nach Berlin gelangte. Erst am 18. April 1845 entstand ein freiwilliger Zusammen-
schluss von Tapezierermeistern zu Berlin, der als Gründungstag der Innung
angesehen wird.
Nach klarer Definierung der Arbeitsbereiche des Tapezierers:
und durch die Zulassung des Magistrats, das Recht, die Gesellen- und Meister-
prüfungen in Eigenverantwortung abzunehmen.
Die Innung vertritt die Interessen der Mitglieder in der Öffentlichkeit und sorgte
auch in schwierigen Zeiten z. B. während und besonders nach den beiden Weltkriegen
für ihre Mitglieder oder Hinterbliebenen. Aber vor allem sorgt die Innung für die
Weiterentwicklung und Nachwuchsförderung und somit für das Fortbestehen des
(in den 50er Jahren umbenannten) Raumausstatter-Handwerks.
Gerade in der heutigen Konsumgesellschaft gilt es die Wertschätzung des Individualisten zu erhalten und zu fördern, dem der Raumausstatter, der sein
Handwerk – wegen seiner Verbindung von praktischem Nutzen, technischen
Fertigkeiten und ästhetischem Wertgefühl – als eines der schönsten liebt, mit
helfender Hand zur Seite steht.
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Das Buch „150 Jahre Raumausstatter-Innung
Berlin – Eine Chronik" (aus dem Jahr 1995)
bietet eine sehr aufschlussreiche und mit vielen
Abbildungen versehene Dokumentation der
Berliner Raumausstatter-Innung.